Fischzucht in einem System mit geschlossenem Kreislauf

Ein funktionierender Bioreaktor ermöglicht Wohlbefinden und schnelles Wachstum für Fische

Der Betrieb einer Anlage mit Wasserrückführung basiert darauf, dass die Temperatur konstant gehalten wird, was für das Wachstum der Fische im Jahresverlauf optimal ist. In einer Anlage mit Wasserrückführung kann das Wachstum der Fische sowie die Wasserqualität in Bezug auf die gezüchtete Spezies optimiert werden.

Um die Anlage wirtschaftlich effizient zu nutzen, sollte die Biomasse des Fischbestands in der Anlage das gesamte Jahr über möglichst konstant gehalten werden, so dass eine gleichmäßige Belieferung des Marktes mit dem Endprodukt möglich ist.

Das System wird gemäß den größten Futtermittel-, Wachstums- und Stoffwechselprodukten der Fische bemessen. Dies erfordert gute Planung bezüglich Produktion und Ausrüstung.

Anlagen mit Wasserrückführung eignen sich insbesondere für Gebiete, in denen die verfügbare Wassermenge oder Wassertemperatur sich einschränkend auf die Fischzucht auswirken. Fischzucht in Anlagen mir Wasserrückführung bringt die Nahrungsmittelproduktion näher an den Verbraucher heran und verkürzt die Lieferkette in Bezug auf Entfernung und Zeit.
Die Bioreaktoren von Clewer wurden in Laboren für Kaltwasserfische (13-18 °C) und Warmwasserfische (18-22 °C) praktisch getestet.

clewer_fish-farming-750x563

Ein beträchtlicher Teil der Filterung wird biologisch bewerkstelligt

Der Stoffwechsel der Fische bringt es mit sich, dass sich im System mit Wasserrückführung Ammonium ansammelt. Ein Teil des im Fischfutter enthaltenen Stickstoffs wird über die Kiemen in Form von Ammonium an das zirkulierende Wasser abgegeben. Das freigesetzte Ammonium, dessen Anteil am Gesamtammoniumgehalt vom pH-Wert des Wassers abhängt, ist für die Fische selbst in kleinen Mengen gefährlich.

Durch biologische Aufbereitung kann der Stickstoff in eine weniger gefährliche Form umgewandelt werden. Dies wird auf dem Weg der Nitrifikation (aerob) erreicht, indem im Bioreaktor das Ammonium zuerst in Nitrit und dann in Nitrat umgewandelt wird.

Das Wasser innerhalb des Systems wird so gewechselt, dass die Nitratmenge auf einem optimalen Niveau für die jeweilige Fischart verbleibt. Wenn, bezogen auf die gesamte Wassermenge, der Recyclinganteil des Wassers hoch ist und die Menge des gewechselten Wassers gering ist, wird im System ein Denitrifizierungs-Reaktor zur anoxischen Entfernung des Stickstoffs installiert. Der Reaktor reduziert das Nitrat zu Stickstoff und setzt es in die Atmosphäre frei.

Die Effizienz der biologischen Reinigung wird von einer Anzahl physikalischer und chemischer Bedingungen beeinflusst. Die Effizienz des Biofilters hängt von der Menge und Art der auf den Filteroberflächen wachsenden Bakterien ab, sowie von deren Fähigkeit, das in den Filter gelangende Ammonium zu verarbeiten.

Jedes Ziel ist einzigartig

Die Wasserversorgung und die zu züchtende Art werden beim Entwurf individuell berücksichtigt, so dass das Anlagenkonzept für die vorliegenden Bedingungen optimiert werden kann. Beim Entwurf wird insbesondere auf das Wohlbefinden der Fische, die Wasserqualität und die resultierende Wirtschaftlichkeit geachtet.